SOS-Lerntipps für die Klausurenphase

Waaaah, Lernphase! Gibt es überhaupt jemanden, der diese Zeit mag? Da ich gerade auch lernen sollte, hier meine Lerntipps kurz und bündig:

Gehe an einen Ort, an dem du gut lernen kannst. Es ist schwachsinnig, woanders zu versuchen konzentriert zu arbeiten. Für einige ist die Bib der perfekte Ort dafür, anderen ist es selbst da zu rummelig. Hauptsache Ruhe. Mein Tipp außerdem: Handy aus. Du kannst auch je nach Thema den Ort wechseln. Hat man sich in der Küche, die eine Theorie reingezogen, ist im Wohnzimmer die Zweite dran.

Bereite dich richtig vor, nimm dir Zeit. So mal eben in fünf Minuten nochmal was durchgehen, ist genauso Quatsch wie sich vorzunehmen acht Stunden durchzuhauen. Im besten Fall hat man vorher aufgeräumt, sein Wasser und/oder seinen Kaffee bereit stehen und optimal sind dann noch kleine Energiegeber und Belohnungshappen wie Obststücke, Nüsse und Schokolade. Was nämlich nicht griffbereit steht, muss man erst holen. Sprich aufstehen. Blöde Sache. Genauso hält sich das mit Dingen, die herumliegen, die man mal eben so schnell wegräumen muss, oder nicht vorhandene Ladekabel, Stifte und Papier. Da ist es nur noch ein kleiner Schritt zur Prokrastination, zumindest für die Anfälligen unter uns.

Jetzt zum Lernen an sich:
Lernst du eine Sprache? Dann helfen vielleicht Klebezettel an Gegenständen in der ganzen Wohnung, Grammatikregeln an der Badezimmertür, Filme in der entsprechenden Sprache (wenn schon dann mit Untertiteln, dann in derselben Sprache), oder sprich doch einfach mit deinem Hamster spanisch! Bei ihm musst du wenigstens keine Angst haben, dass du dich blamierst, wenn er dich schon nicht korrigieren kann. Oder du benennst ihn kurzfristig um, in das Wort, das du dir nicht merken kannst. Ihn wird’s nicht stören.

Du musst den Aufbau eines Systems erklären und dir merken? So simpel es sich anhört, aber Mindmaps sind manchmal echt gut dafür, sich über Zusammenhänge klar zu werden. Genauso hilfreich ist der Versuch, das Ganze einer außenstehenden Person zu erklären. Einfach mal Mama anrufen, die freut sich bestimmt ;)

Und sowieso: Wenn es nicht um Auswendiglernen geht, bieten sich auch Lerngruppen an. Die müssen nicht mal unbedingt aus lerntypähnlichen Leuten bestehen. Und insgesamt darf man zwar das eigentliche Lernen bei dem Drumherum nicht vergessen, aber ein wenig Kreativität kann auch nicht schaden, um selbst dem übelsten Lernmuffel wie mir Theorien in den Schädel zu setzen. Farben (in Form von Textmarkern oder Klebezetteln oder was auch immer), Melodien (Ich hatte mal ein Lied zum Forschungsverlauf, das kann ich immer noch) oder einfache Vergleiche und Eselsbrücken sind immer gut. Da vergleicht man schon mal den netten Irving Goffman mit Yoda, oder sonst wem, aber wenn das hilft, sich was zu merken, warum nicht?

Und zu guter Letzt: Mach mal ne Pause! Tanze wie wild durchs Zimmer, gehe Spazieren, schlafen, joggen oder Kaffee trinken mit den Freundinnen! Niemand kann gut lernen, wenn er nicht ausgelastet und entspannt ist. Außerdem gibt es ja noch so was wie Leben. Und das kann auch in der Lernphase ziemlich cool sein.

Was hilft euch beim Lernen? Was bringt euch so total raus? Ich fürchte, über Lerntipps zu schreiben ist auch Prokrastination. Sieht man an der Länge dieses Artikels. Kurz und bündig. Soso. ;)

Foto: Hannah Netzer / www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc)

1 Comment

  • Antworten Juli 9, 2014

    Saskia

    Guter Post zu dem Thema. Ich musste immer alles noch einmal selbst aufschreiben und zusammenfassen.

Leave a Reply