Flirtlocation Mensa

Die Mensa. Wir kennen sie als lauten Raum, mit ausgehungerten Studenten gefüllt, die auf der Suche nach dem Besten Platz mit ihren Tabletts durch die Gegend irren. Jeder hat bei dem Gedanken daran bereits das Geräusch von klapperndem Geschirr und das Durcheinander der tausend kleinen Gespräche im Ohr, den unverwechselbaren Geruch von Mensaessen in der Nase. Aber die Mensa als Flirtlocation? Bei genauerer Betrachtung gar nicht so schlecht!

Die Mensa gehört schließlich irgendwie zum Unileben dazu, ob man will oder nicht. Und irgendwann hat jeder wohl schon mal was von der Uni als absolutem Heiratsmarkt gehört. Aber Stop! Hiermit ist nicht gemeint, dass man in der Mensa garantiert auf seinen Zukünftigen trifft! Das würde auf jeden Fall auch nicht so ganz den oftmals erträumten Versionen vom ersten Treffen mit dem Taumprinzen entsprechen:

Da stolpert auf er auf dich zu, das Tablett heroisch in einer Hand balancierend, lediglich die Cola schwappt ein bisschen aus dem Glas und ein paar Möhrchen rutschen vom Teller, während er sich durch die Menge schiebt, ansonsten voll bepackt mit Büchertaschen und Laptop… Du sitzt am Tisch, an dem zufällig noch ein Platz für ihn frei ist… Ihr lächelt euch an und er findet das Mädchen mit dem Brokkoli zwischen den Zähnen sofort sympathisch…

Nein, danke.

Aber so muss es nicht laufen! Man muss ja auch nicht unbedingt immer erwarten, dass alles glatt läuft, oder man gerade Mr. Perfect begegnet. Die Mensa bietet vielleicht eher die Chance auf kleine, feine Flirts, die einem den Tag ein bisschen schöner machen. Die Vorteile eines Mensa-Flirts sind nicht offensichtlich, aber eindeutig:

  • Essen ist ein Grundbedürfnis. Ist das befriedigt, kann man sich anderen Dingen zuwenden
  • Schon beim Anstehen in der Schlange kann man mal mehr als nur das Essen abchecken
  • Man kann sich super nette Blicke über die Tabletts und Tische zuwerfen
  • Man trifft immer neue Leute
  • Sollte es einem mal nicht schmecken, kann man sich immer noch an einem netten Lächeln erfreuen
  • Das Essen ist ein dankbares und unverfängliches Gesprächsthema

Die Nachteile kann man allerdings auch nicht verschweigen. Jeder wird einmal die Erfahrung gemacht haben, dass es so gar nicht einfach ist, beim Essen sexy zu wirken. Weder beim Bändigen des Salates, noch beim beherzten Biss in den Burger oder beim vergeblichen Versuch, einer mittelekligen Soße noch etwas Gutes abzugewinnen. Für Normalsterbliche unmöglich. Allerdings gilt auch hier: Du bist, was du isst. Beim Essen erfährt man unter Umständen doch einiges über die Person gegenüber. Und wenn man nur ausschließen kann, dass er Vegetarier ist, wenn er sein Schnitzel ansieht als wäre es der Traum seiner schlaflosen Nächte. Wenn er dann besagtes Schnitzel traktiert, als wäre er bei Texas Chainsaw Massacre, dann ist das wohl eher ein Grund, sich über die Kurzlebigkeit von Mensaflirts zu freuen. Da man nicht Stunden in der Mensa verbringt, wie es schon mal in der Kneipe der Fall ist, kann man einfach schnell wieder verschwinden.

Muss man allerdings verschwinden und will das nicht, bietet die Flirtlocation Mensa oft genug Gedrängel und Taschen unter dem Tisch, um vielleicht ganz mutig die Nummer zuzustecken. Nicht mutig und später bereut? Kein Problem! Auch Mensaflirt-Botschaften können bei spotted die Zielperson erreichen ;)

Also flirtet drauf los, ihr Lieben! Ihr habt schon? Welche Mensaflirt Situationen habt ihr schon erlebt? Was lief gut, oder so gar nicht? Ich bin gespannt!

Foto: Michael Hallermayer / www.jugendfotos.de

 

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