Das Bewerbungsgespräch

Wir kennen es doch alle: Da ist ein toller Job, man hat sich beworben und wurde tatsächlich zum VBewerbungsgespräch eingeladen. Der erste Gedanke, den man in einer solchen Situation haben sollte ist: „Wow was für eine Chance!“, dennoch bricht häufiger eher die nackte Panik aus. Was, wenn ich die Fragen nicht beantworten kann, was ziehe ich bloß an, wie soll ich mir jetzt noch sämtliche Informationen über das Unternehmen einprügeln? Zu dem Thema Bewerbung und Bewerbungsgespräche kann man ganze Seminare besuchen, es gibt unglaublich viele Tipps und sogar regelrechte Experten zu dem Thema. Doch was, wenn man mit „Selbstbewusst sein, sich vorher vorbereiten, pünktlich sein und sich ordentlich kleiden“ nichts anfangen kann? Dann lest hier meine fünf Notfalltipps gegen Aufregung, Panik und Selbstzweifel. Es sind nicht die altbekannten, aber ein paar Kleinigkeiten, die die Nacht vor dem Vorstellungsgespräch leichter und deutlich angenehmer machen sollen. :)

1) Wenn ihr anhand eurer Qualifikationen nicht in das Profil passen würdet, hätte man euch gar nicht eingeladen.

Also bitte einmal tief durchatmen! Die erste Hürde ist genommen, eure Bewerbung wurde als positiv empfunden! Bitte macht euch nicht unnötig klein, sondern vertraut auf eure Stärken! Denn die machen euren Lebenslauf aus und den fand der Personaler so toll, dass er euch eingeladen hat. Außerdem haben wir es in Deutschland immer wieder mit Fachkräftemangel zu tun. Es ist demnach durchaus so, dass man sich als Bewerber auf gleicher Augenhöhe wie der Arbeitgeber befindet. Das ist kein Grund abzuheben, aber beruhigend. Man braucht zwar den Job, aber haltet euch immer vor, dass auch der Arbeitgeber jemand für den Job braucht!

2) Ein Lächeln sagt manchmal mehr als tausend Worte.

Auch wenn es eventuell Muskelkater in den Mundwinkeln gibt: Lächelt. Lächelt die Frau am Empfang an, die Praktikantin, die euch in den Raum führt und vor allem euer Gegenüber während des Gesprächs. Das wirkt offen und freundlich. Selbst wenn ihr aufgeregt seid und man euch die Nervosität anmerkt – mit einem Lächeln im Gesicht wirkt selbst das positiv.

3) Namen vorher einprägen und einen anständigen Händedruck vorlegen.

Höflichkeit ist unerlässlich für ein Vorstellungsgespräch. Wichtigste Regel: Merkt euch die Namen der Personen, mit denen ihr sprechen werdet. Zur Not fragt am Telefon bei der Sekretärin nach! Wenn ihr ihn akustisch nicht versteht, lieber nochmal nachfragen. Nichts kommt besser an, als ein guter Händedruck und eine Ansprache mit dem Vornamen. Das zeigt Interesse und Aufmerksamkeit. Blickkontakt ist auch wichtig. Dem Blick auszuweichen zeugt von Unsicherheit und Schwäche und dafür gibt es gar keinen Grund! Vor dem Händeschütteln solltet ihr, wenn möglich, nicht die Finger kneten. Schwitzige Hände sind nicht besonders einladend. Und Achtung: Eifer ist sehr löblich, aber bitte niemandem die Hand zerquetschen! Das Mittelmaß ist das Maß aller Dinge. ;)

4) Notizblock suchen!

Schreibt eine Liste. Als Verfechterin jeglicher Listentypen ist mein bester Rat: Notizen! Überlegt euch am Abend vorher erstens wieso ihr den Job wollt, zweitens auf was ihr in eurem Leben(-slauf) stolz seid und drittens was ihr alles über das Unternehmen wisst. Versucht euch die Situation vorzustellen und notiert selbst Kleinigkeiten wie einen guten Satz vor der Verabschiedung. Vielleicht lassen sich die Dinge auch verknüpfen! Ihr engagiert euch für Umweltthemen? Vielleicht versucht euer Arbeitgeber ja besonders nachhaltig zu wirtschaften. Man sieht die Dinge auf Papier oft deutlich klarer, als wenn man einfach so drauf los recherchiert. Wenn ihr Sachen niederschreibt, prägen sie sich über Nacht ein. So vermeidet ihr Gestammel am nächsten Morgen. Dabei ist es auch sinnvoll, sich dabei über die typischen Fragen in Vorstellungsgesprächen Gedanken zu machen. Was sind meine eigenen Stärken und Schwächen?

5) Vorstellungskraft einschalten.

Haltet euch immer vor Augen: Der Personaler ist auch nur ein Mensch. Er kommt abends heim, wie wir alle auch. Eventuell hat er Familie, was auch immer. Es kann helfen, sich den anderen einmal privat vorzustellen. Wir sind am Ende des Tages alle nur Menschen und die haben mal schlechte Tage, sind nervös oder machen Fehler. Abhängigkeitsverhältnis hin oder her.

Also seht es wie es ist: ein Vorstellungsgespräch ist eine tolle Chance – und kein Grund zur Panik.

Wie lautet dein Tipp gegen Nervosität beim Bewerbungsgspräch?

favicon PS: Wie wäre es mit einem Job bei spotted.de?

Foto: Tobias Mittmann / www.jugendfotos.de

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